Wir freuen uns dass Sie sich für die folgende Veranstaltung anmelden möchten:

51. Music & Brain - Spezial

DZNE Bonn Venusberg

 

mit Verleihung des Hartwig Piepenbrock-DZNE Preises 2019

 

 Hochgeistige Aktivitäten können altersbedingte Demenzen möglicherweise hinauszögern. Gleiches gilt für die Fähigkeit des Gehirns, sich an neue Situationen anzupassen. Um darauf aufmerksam zu machen, richtet das Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) eine Reihe von Vorträgen und Konzerten im Hörsaal des DZNE auf dem Venusberg aus. Das DZNE begrüßt Sie herzlich zur 51. Music & Brain-Spezial Veranstaltung inkl.der Verleihung des "Hartwig Piepenbrock DZNE Preises 2019" an Prof. Christian Haass. Wir freuen uns auf einen Wissenschafts- und Musikabend mit Ihnen!

 

Der Preis an Prof. Haass wird überreicht durch:

 

Herrn Olaf Piepenbrock

Geschäftsführender Gesellschafter der Piepenbrock Service GmbH + Co. KG

 

Prof. Dr. Pierluigi Nicotera, MD PhD

Wissenschaftlicher Vorstand des DZNE

 

Dr. Sabine Helling-Moegen, LL.M

Administrativer Vorstand des DZNE

 

Ziel des DZNE ist es, Ursachen und mögliche Präventionen sowie Behandlungsansätze von neurodegenerativen Erkrankungen zu erforschen und neue Versorgungsstrategien zu entwickeln. Das DZNE wurde 2009 als Forschungseinrichtung unter dem Dach der Helmholtz Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren gegründet. Seine starke interdisziplinäre Ausrichtung nutzt die wissenschaftliche Expertise, die an seinen zehn Standorten in Berlin, Bonn/Köln, Dresden, Göttingen, Magdeburg, München, Rostock/Greifswald, Tübingen, Ulm und Witten vorhanden ist. An allen Standorten kooperiert das DZNE eng mit Universitäten und Universitätskliniken, um Erkenntnisse aus der Grundlagenforschung direkt in die klinische Anwendung zu überführen.

 

Der „Hartwig Piepenbrock-DZNE Preis“ zeichnet alle zwei Jahre herausragende Verdienste um die Erforschung degenerativer Erkrankungen des Nervensystems aus. Deren gemeinsames Merkmal ist die „Neurodegeneration“: ein krankhafter Prozess, der die Nervenzellen beschädigt. Die Auszeichnung wird von der Piepenbrock Unternehmensgruppe gestiftet und im Andenken an deren ehemaligen geschäftsführenden Gesellschafter vergeben. Hartwig Piepenbrock verstarb 2013 an den Folgen einer Demenzerkrankung. Er hatte sich über viele Jahre für Kunst, Wissenschaft und die Gesellschaft engagiert. Der Preis ist in diesem Jahr mit 60.000 Euro dotiert. Der Preisträger wurde durch ein Fachgremium unter der Koordination des DZNE ausgewählt. 

Warum ein buntes Leben das Beste für die grauen Zellen ist

 

Dr. Eckart von Hirschhausen (Jahrgang 1967) studierte Medizin und Wissenschaftsjournalismus in Berlin, London und Heidelberg. Seine Spezialität: medizinische Inhalte auf humorvolle Art und Weise zu vermitteln und gesundes Lachen mit nachhaltigen Botschaften zu verbinden. Seit über 20 Jahren ist er als Komiker, Autor und Moderator unterwegs.

Als Bühnenkünstler tourt er mit seinem siebten Soloprogamm „ENDLICH“ durch ganz Deutschland.

Durch Bücher wie „Die Leber wächst mit ihren Aufgaben“,„Glück kommt selten allein…“ und „Wunder wirken Wunder“  und aktuell „Die Bessere Hälfte. Worauf wir uns mitten im Leben freuen können“ (gemeinsam mit Tobias Esch) wurde er mit über 5 Millionen Auflage einer der erfolgreichsten Sachbuch-Autoren Deutschlands.

Seit 2018 ist er zudem Chefreporter der Zeitschrift „Hirschhausen Stern Gesund leben.“

In der ARD moderiert Eckart von Hirschhausen die Wissensshows „Frag doch mal die Maus“ und „Hirschhausens Quiz des Menschen“ sowie die Doku-Reihe „Hirschhausens Check-up“.

Hinter den Kulissen engagiert sich Eckart von Hirschhausen mit seiner Stiftung HUMOR HILFT HEILEN für mehr gesundes Lachen im Krankenhaus, Forschungs- und Schulprojekte. Aktuell entwickelt er eine App für mehr Resilienz in der Pflegeausbildung.

Er ist ein gefragter Redner und Impulsgeber für Kongresse und Tagungen und hat mehrere Lehraufträge für Sprache der Medizin. Als Botschafter und Beirat ist er für die „Deutsche Krebshilfe“, die „DFL Stiftung“ (vorher Bundesligastifung), „Stiftung Deutsche Depressionshilfe“, die Mehrgenerationenhäuser und „Phineo“ tätig. Als Schirmherr von „Klasse 2000“, dem Schulprogramm gegen Tabakabhängigkeit „Be smart Don´t start“ und mit dem „Nationalen Aktionsplan Gesundheitskompetenz“ bringt Eckart von Hirschhausen gesunde Ideen in viele gesellschaftliche Bereiche.

Weil die größte Gesundheitsgefahr in diesem Jahrhundert darin besteht , weite Teile der Erde für Mensch und Tier zu zerstören, zu überhitzen und auf Dauer unbewohnbar zu machen, engagiert er sich seit dem Hitzesommer 2018 für eine medizinisch und wissenschaftlich fundierte Klimapolitik. Eckart von Hirschhausen ist Mitglied der Allianz Klimawandel und Gesundheit, Unterzeichner von "Scientists for Future" und  Gründer von "Doctors for Future".

Mehr über Eckart von Hirschhausen erfahren Sie unter: www.hirschhausen.com und  www.humorhilftheilen.de

 

Prof. Christian Haass begann mit seinen Arbeiten zur Alzheimer-Krankheit (AD) in 1990 zu einer Zeit, in der man erst wenig über die zugrunde liegenden zellulären Mechanismen wusste. Basierend auf dem charakteristischen pathologischen Merkmal, der Akkumulation und Ablagerung von Amyloid β-Peptid (Aβ), fokussierte er seine Arbeit auf die Entstehung und den Metabolismus von Aβ. Christian Haass stellte entgegen einer damals weit verbreiteten Meinung die Hypothese auf, dass Aβ von seinem Vorläuferprotein in einem physiologischen und nicht in einem pathologischen Prozess gebildet werden könnte. Tatsächlich fand er mit Hilfe von einfachen Zellkultur-Systemen heraus, dass Aβ unter physiologischen Bedingungen gebildet und freigesetzt wird. Diese entscheidende Entdeckung war ein großer Durchbruch, da es nun möglich war, die molekularen Prinzipien der Bildung von Aβ zu untersuchen sowie die Enzyme (die sogenannten Sekretasen) zu identifizieren, die an der Entstehung und Freisetzung von Aβ beteiligt sind und schließlich auch Inhibitoren zu entwickeln, die therapeutisch zur Reduzierung der Aβ Produktion in Patienten eingesetzt werden können. Christian Haass konzentrierte sich zuerst auf die zellulären Mechanismen zur Bildung von Aβ. Dabei machte er eine Reihe von wichtigen Beobachtungen: Zwei Enzyme, die er beta- und gamma-Sekretase nannte, produzieren Aβ, während ein drittes Enzym, alpha-Sekretase die Entstehung von Aβ verhindert. Darüber hinaus zeigte er, dass die beta-Sekretase geschwindigkeitsbestimmend ist und dass die gamma-Sekretase eine ungewöhnliche Protease ist, die innerhalb der hydrophoben Membran schneidet. Mit seinem Zellkultur-Assay konnte er zeigen, wie Mutationen, die sehr aggressive erbliche Formen von AD verursachen, die Bildung von Aβ beeinflussen. Diese Erkenntnisse unterstreichen die wichtige pathologische Rolle von Aβ und bilden die Basis für die Amyloid-Kaskaden Hypothese.

Ein therapeutischer Ansatz, der auf der Inhibierung der Sekretasen basiert, erfordert detailliertes Wissen über die physiologischen Funktionen und biochemischen Eigenschaften dieser Enzyme, um unerwünschte Nebenwirkungen zu vermeiden. Christian Haass hat als Erster eine physiologische Funktion der beta-Sekretase beschrieben. Er zeigte, dass diese Protease für die Regulation der Myelinisierung erforderlich ist. Weiterhin identifizierte er einen neuen APP Prozessierungsweg, der über 20 Jahre übersehen worden ist, und der eine große Bedeutung für klinische Studien mit beta-Sekretase Inhibitoren hat. Er hat auch als Erster die hoch komplexe Komposition der Untereinheiten der gamma-Sekretase identifiziert. Alle diese Entdeckungen halfen nicht nur dabei, einige Signalwege, die kritisch für die Entwicklung des Gehirns sind, zu verstehen (wie z. B. Myelinisierung und Zell-Differenzierung), sondern bilden auch die Basis für aktuelle therapeutische Ansätze. Vor einiger Zeit hat er begonnen, die Rolle von Mikroglia und Inflammation in neurodegenerativen Erkrankungen zu untersuchen. Diese Arbeiten führten zu der eindrucksvollen Erkenntnis, dass Störungen der mikroglialen Phagozytose erst in späteren Krankheitsstadien auftreten könnten und öffneten damit eine völlig unerwartete Perspektive für neue therapeutische Entwicklungen für Patienten, die schon Krankheitssymptome zeigen. Sie führten auch zu der Identifikation von TREM2 als einem Marker für Mikroglia-Aktivität im CSF. In einer Kohorte von Personen mit autosomal dominanter AD war sTREM2 im CSF 5 Jahre vor dem erwarteten Beginn der Krankheitssymptome ungewöhnlich erhöht. Dies wird nicht nur die Forschung an inflammatorischen, krankheitsübergreifenden Mechanismen vereinfachen, sondern könnte auch einen wertvollen therapeutischen Marker bieten.

Der Pianist und Komponist Christoph Reuter interessierte sich früh für Klavier. Er bekam eine klassische Ausbildung, entdeckte dabei seine Liebe für Jazz, Popmusik und Improvisation. Er studierte an den Musikhochschulen Leipzig und Berlin Jazzpiano und schloss mit Konzertexamen ab. Sein Können zeigt er in seinem Soloprogramm "Klassik improvisiert", in welchem er klassische Kompositionen mit eigenen Improvisationen verschmelzen lässt. Als Komponist schreibt er für Orchester und Chöre, in den letzten Jahren sind drei Klavierkonzerte, zwei Oratorien und ein Musical entstanden. Vor 15 Jahren gründete er das Cristin Claas Trio, mit dem er bislang acht Alben eingespielte, u.a. für Sony Classical. Seit 2006 agiert er als musikalischer Sidekick bei den Liveshows des Kabarettisten Dr. Eckart von Hirschhausen. Davon inspiriert, begann er seine eigenen musikalischen Kabarettprogramme zu schreiben, das preisgekrönte „Alle sind musikalisch! (außer manche)“, sowie „Doppelstunde Musik“. Christoph Reuter lebt in Berlin.  www.christophreuter.de

 

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