Wir freuen uns dass Sie sich für die folgende Veranstaltung anmelden möchten:

51. Music & Brain - Spezial

DZNE Bonn Venusberg, Hörsaal

 

mit Verleihung des Hartwig Piepenbrock-DZNE Preises 2019

 

Am 30. September 2019 um 18:00 Uhr findet im Hörsaal des DZNE auf dem Venusberg (Venusberg-Campus 1, Gebäude 99) die 51. Veranstaltung und zugleich SPEZIAL Ausgabe in der Reihe Music & Brain statt, zu der das Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) herzlich einlädt. Seit 2011 zeichnet der „Hartwig Piepenbrock-DZNE Preis“ alle zwei Jahre herausragende Forschung über neurodegenerative Erkrankungen aus. Merkmale dieser Erkrankungen – darunter Alzheimer, Parkinson und ALS – sind Beeinträchtigungen der Nervenfunktion bis hin zum Verlust von Nervenzellen. Mögliche Folgen sind Demenz und Bewegungsstörungen. Der mit 60.000 Euro dotierte Preis wird von der Piepenbrock Unternehmensgruppe gestiftet und im Andenken an deren ehemaligen geschäftsführenden Gesellschafter vergeben. Hartwig Piepenbrock verstarb 2013 an den Folgen einer Demenzerkrankung. Er hatte sich über viele Jahre für Kunst, Wissenschaft und die Gesellschaft engagiert. Die Auswahl der Preisträger erfolgt durch ein internationales Komitee unter Koordination des DZNE. 

 

In diesem Jahr wird der Preis zum fünften Mal verliehen und geht an den Münchner Biochemiker und Alzheimer-Forscher Prof. Christian Haass. Er hat mit seinen Erkenntnissen über die Entstehung des Amyloid-Beta-Peptids die Grundlagen für therapeutische Ansätze gegen die Alzheimer-Erkrankung geschaffen. Seine neuesten Arbeiten zur Rolle der Immunzellen im Gehirn bereiten den Weg für neuartige Therapie-Konzepte, die bereits in frühen Krankheitsstadien ansetzen. Haass ist Professor an der Ludwig-Maximilians-Universität München und Sprecher des Münchner Standorts des DZNE. 

 

Die Teilnahme an dieser Veranstaltung ist kostenlos, eine Anmeldung ist aufgrund limitierter Plätze erforderlich!

Die eingehenden Anmeldungen werden in der Reihenfolge ihres Eingangs bis zur maximalen Teilnehmeranzahl berücksichtigt.

 

 

Wir wünschen Ihnen viele Denkanstöße und gute Unterhaltung!

 

Prof. Dr. Pierluigi Nicotera, MD PhD

Wissenschaftlicher Vorstand des DZNE

 

Dr. Sabine Helling-Moegen, LL.M

Administrativer Vorstand des DZNE 

Warum ein buntes Leben das Beste für die grauen Zellen ist

 

Dr. Eckart von Hirschhausen (Jahrgang 1967) studierte Medizin und Wissenschafts-journalismus in Berlin, London und Heidelberg. Seine Spezialität: medizinische Inhalte auf humorvolle Art und Weise zu vermitteln und gesundes Lachen mit nachhaltigen Botschaften zu verbinden. Seit über 20 Jahren ist er als Komiker, Autor und Moderator unterwegs. Als Bühnenkünstler tourt er mit seinem siebten Soloprogamm „ENDLICH“ durch ganz Deutschland. Durch Bücher wie „Die Leber wächst mit ihren Aufgaben“, „Glück kommt selten allein…“ und „Wunder wirken Wunder“ und aktuell „Die Bessere Hälfte. Worauf wir uns mitten im Leben freuen können“ (gemeinsam mit Tobias Esch) wurde er mit über 5 Millionen Auflage einer der erfolgreichsten Sachbuch-Autoren Deutschlands. Seit 2018 ist er zudem Chefreporter der Zeitschrift „Hirschhausen Stern Gesund leben.“ In der ARD moderiert Eckart von Hirschhausen die Wissensshows „Frag doch mal die Maus“ und „Hirschhausens Quiz des Menschen“ sowie die Doku-Reihe „Hirschhausens Check-up“. Hinter den Kulissen engagiert er sich mit seiner Stiftung HUMOR HILFT HEILEN für mehr gesundes Lachen im Krankenhaus, Forschungs- und Schulprojekte. Weil die größte Gesundheitsgefahr in diesem Jahrhundert darin besteht, weite Teile der Erde für Mensch und Tiere zu zerstören, zu überhitzen und auf Dauer unbewohnbar zu machen, setzt er sich seit dem Hitzesommer 2018 für eine medizinisch und wissenschaftlich fundierte Klimapolitik ein. Zudem ist er Mitglied der Allianz Klimawandel und Gesundheit KLUG, Unterzeichner von „Scientists for Future“ und Gründer von „Doctors for Future“.

 

Mehr erfahren Sie unter: www.hirschhausen.com und www.humorhilftheilen.de

Prof. Christian Haass begann mit seinen Arbeiten zur Alzheimer-Krankheit (AD) in 1990 zu einer Zeit, in der man erst wenig über die zugrunde liegenden zellulären Mechanismen wusste. Basierend auf dem charakteristischen pathologischen Merkmal, der Akkumulation und Ablagerung von Amyloid β-Peptid (Aβ), fokussierte er seine Arbeit auf die Entstehung und den Metabolismus von Aβ. Christian Haass stellte entgegen einer damals weit verbreiteten Meinung die Hypothese auf, dass Aβ von seinem Vorläuferprotein in einem physiologischen und nicht in einem pathologischen Prozess gebildet werden könnte. Tatsächlich fand er mit Hilfe von einfachen Zellkultur-Systemen heraus, dass Aβ unter physiologischen Bedingungen gebildet und freigesetzt wird. Diese entscheidende Entdeckung war ein großer Durchbruch, da es nun möglich war, die molekularen Prinzipien der Bildung von Aβ zu untersuchen sowie die Enzyme (die sogenannten Sekretasen) zu identifizieren, die an der Entstehung und Freisetzung von Aβ beteiligt sind und schließlich auch Inhibitoren zu entwickeln, die therapeutisch zur Reduzierung der Aβ Produktion in Patienten eingesetzt werden können. Christian Haass konzentrierte sich zuerst auf die zellulären Mechanismen zur Bildung von Aβ. Dabei machte er eine Reihe von wichtigen Beobachtungen: Zwei Enzyme, die er beta- und gamma-Sekretase nannte, produzieren Aβ, während ein drittes Enzym, alpha-Sekretase die Entstehung von Aβ verhindert. Darüber hinaus zeigte er, dass die beta-Sekretase geschwindigkeitsbestimmend ist und dass die gamma-Sekretase eine ungewöhnliche Protease ist, die innerhalb der hydrophoben Membran schneidet. Mit seinem Zellkultur-Assay konnte er zeigen, wie Mutationen, die sehr aggressive erbliche Formen von AD verursachen, die Bildung von Aβ beeinflussen. Diese Erkenntnisse unterstreichen die wichtige pathologische Rolle von Aβ und bilden die Basis für die Amyloid-Kaskaden Hypothese.

Ein therapeutischer Ansatz, der auf der Inhibierung der Sekretasen basiert, erfordert detailliertes Wissen über die physiologischen Funktionen und biochemischen Eigenschaften dieser Enzyme, um unerwünschte Nebenwirkungen zu vermeiden. Christian Haass hat als Erster eine physiologische Funktion der beta-Sekretase beschrieben. Er zeigte, dass diese Protease für die Regulation der Myelinisierung erforderlich ist. Weiterhin identifizierte er einen neuen APP Prozessierungsweg, der über 20 Jahre übersehen worden ist, und der eine große Bedeutung für klinische Studien mit beta-Sekretase Inhibitoren hat. Er hat auch als Erster die hoch komplexe Komposition der Untereinheiten der gamma-Sekretase identifiziert. Alle diese Entdeckungen halfen nicht nur dabei, einige Signalwege, die kritisch für die Entwicklung des Gehirns sind, zu verstehen (wie z. B. Myelinisierung und Zell-Differenzierung), sondern bilden auch die Basis für aktuelle therapeutische Ansätze. Vor einiger Zeit hat er begonnen, die Rolle von Mikroglia und Inflammation in neurodegenerativen Erkrankungen zu untersuchen. Diese Arbeiten führten zu der eindrucksvollen Erkenntnis, dass Störungen der mikroglialen Phagozytose erst in späteren Krankheitsstadien auftreten könnten und öffneten damit eine völlig unerwartete Perspektive für neue therapeutische Entwicklungen für Patienten, die schon Krankheitssymptome zeigen. Sie führten auch zu der Identifikation von TREM2 als einem Marker für Mikroglia-Aktivität im CSF. In einer Kohorte von Personen mit autosomal dominanter AD war sTREM2 im CSF 5 Jahre vor dem erwarteten Beginn der Krankheitssymptome ungewöhnlich erhöht. Dies wird nicht nur die Forschung an inflammatorischen, krankheitsübergreifenden Mechanismen vereinfachen, sondern könnte auch einen wertvollen therapeutischen Marker bieten.

Der Pianist und Komponist Christoph Reuter interessierte sich früh für Klavier. Er bekam eine klassische Ausbildung, entdeckte dabei seine Liebe für Jazz, Popmusik und Improvisation. Er studierte an den Musikhochschulen Leipzig und Berlin Jazzpiano und schloss mit Konzertexamen ab. Sein Können zeigt er in seinem Soloprogramm „Klassik improvisiert“, in welchem er klassische Kompositionen mit eigenen Improvisationen verschmelzen lässt. Als Komponist schreibt er für Orchester und Chöre, in den letzten Jahren sind drei Klavierkonzerte, zwei Oratorien und ein Musical entstanden. Vor 15 Jahren gründete er das Cristin Claas Trio, mit dem er bislang acht Alben eingespielte, u.a. für Sony Classical. Seit 2006 agiert er als musikalischer Sidekick bei den Liveshows des Kabarettisten Dr. Eckart von Hirschhausen. Davon inspiriert, begann er seine eigenen musikalischen Kabarettprogramme zu schreiben, das preisgekrönte „Alle sind musikalisch! (außer manche)“, sowie „Doppelstunde Musik“. Christoph Reuter lebt in Berlin.

 

www.christophreuter.de

Während der Veranstaltung erstellt das DZNE Fotoaufnahmen, die für die Dokumentation und Nachberichterstattung verwendet werden. Es besteht kein Vergütungsanspruch. Informationen zum Datenschutz finden Sie unter www.dzne.de/datenschutz

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